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Landhäuser und Gärten - Villa Carlotta

Villa Carlotta

...Palast mit Freitreppen und italienischem Garten, erbaut von Marquise Clerici im 18. Jh., von Graf Sommariva teilweise in neoklassischem Stil umgebaut. In der Villa kann man die originalen Möbel und zahlreiche wertvolle Kunstgegenstände bewundern...

Villa Carlotta - Museum und Botanischer Garten. Der Palast ist von einem großen Landschaftsgarten umgeben, gestaltet unter den darauf folgenden Besitzern, den Herzögen von Sachsen-Meiningen. Großartige Aussicht auf den See, auf Bellagio und auf die Berge Grigne und Legnone.

Die Villa wurde um das Jahr 1690 von Marquise Clerici (1648-1736) erbaut, der während der spanischen und später der österreichischen Herrschaft eine wichtige Persönlichkeit in Mailand war. Die Familie Clerici, die wahrscheinlich aus Domaso stammt, am nördlichen Teil des Sees, wird schon im Jahr 1489 urkundlich erwähnt. Anderen Quellen nach, stammt die Familie Clerici aus Lomazzo, auch in der Provinz Como. Wahrscheinlich handelt sich dabei aber um einen anderen Familienzweig. Durch den Handel, vor allem mit Seide, zu Reichtum gekommen, wurden sie mittels herrschaftlicher Zugeständnisse bald sehr mächtig. In den letzten Jahren der spanischen und den ersten Jahren der österreichischen Herrschaft erreichte die Familie Clerici den Höhepunkt ihres Glanzes. Giorgio (1575-1660) Seiden- und Wäschehändler und Bankier, der zuerst nach Como und danach nach Mailand zog, verdankt die Familie ihren Aufstieg. Giorgione kauft von Carlo Visconti im Ortsteil S. Protaso "ad Monacos" - danach Via Clerici den Palast als Familiensitz und baut ihn um. Sein Sohn Pietro Antonio (1599-1675) erhält den Titel Marquise. Auf ihn folgt der Bruder Carlo, der berühmteste des Hauses Clerici (1615-1677),  Besitzer vieler Paläste in Mailand, in Niguarda, in der Brianz und sogar der Villa Simonetta, schon im Besitz von Castelbarco.

Arbeitsam, geistreich und großzügig sammelt er neue Reichtümer, die er seinem Sohn Giorgio II. hinterlässt. Dieser ist der Erbauer der Villa von Tremezzo. Ab dem Jahr 1684 ist er Senator, 1717 wird er Präsident des Senats. Vor ihm sterben sowohl sein Sohn Carlo als auch sein Enkel Carlo Giorgio, Hauptmann von Spanien, gefallen im Krieg in der Nähe von Belgrad unter dem Kommando von Eugenio von Savoia. Es überlebt ihn sein Urenkel Antonio Giorgio (1715-1768), der mit 21 Jahren das große Vermögen des Urgroßvaters erbt. Er beendet die Bauarbeiten der Villa Clerici. Antonio Giorgio, Marquise von Cavenago, Baron von Sozzago, Ritter des "Toson d'oro", Patrizier ist eine faszinierende Person. Geistvoll, großzügig, freigebig, verschwenderisch, Erbe eines immensen Reichtums, Besitzer eines von ihm erhaltenen Infanterieregiments und Protagonist eines legendären Prunks. Schlachtengeneral im Jahr 1746, Generfeldmarschall im Jahr 1755, nimmt er 1756 an der Campagne gegen Friedrich den Grossen teil. Verletzt verlässt er das Militär um in die Diplomatie zu gehen. Als er von Maria Theresia von Österreich während der Konklave nach Rom gesandt wird, lässt er die Pferde mit silbernen Hufeisen beschlagen, sodass viele sich von den Hufen lösen und auf der Strasse verloren gehen.

Diese Besonderheit wird von Cioci in einem Bild festgehalten, das sich im Castello Sforzesco in Mailand befindet. Antonio Giorgio beauftragt auch Tiepolo die Decke des langen Tonnengewölbes von ca. 119  m²  im Wohnsitz in Mailand mit Fresken zu schmücken. Die Fresken stellen den „Kampf der Sonne im Olymp“ dar. Er stirbt 1768, nachdem er sein Vermögen zerrüttet hatte. Die verbliebenen Güter, einschließlich des Mailänder Palastes (später Sitz des Zivil- und des Appellationsgerichts, heute im Besitz des Staates) und der Villa Simonetta (heute auf Grund der Bombenangriffe im Jahr 1943 beschädigt und Sitz der Musikschule), gehen auf einen anderen Zweig der Familie über. Seiner einzigen Tochter Claudia, Ehefrau des Grafen Vitaliano Bigli, verbleibt die Villa von Tremezzo, die sie 1801 an Gian Battista Sommariva verkauft.